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Nach dem Orkan – das Leben geht weiter!

Die ADPP-Lehrerbildungsakademie Nhamatanda – eine von 11 ADPP Instituten dieser Art – wurde 1995 gegründet und liegt im ADPPSchulzentrum an der Straße EN 6, Verwaltungsposten Tica, bei Lamego im
Bezirk Nhamatanda, Provinz Sofala.

Das Schuljahr begann wie immer:
420 InteressentInnen – vorwiegend aus den Provinzen Sofala und Manica – hatten sich zur Aufnahmeprüfung angemeldet. 190 – darunter 98 Frauen – haben es schließlich geschafft! Die StudentInnen wurden auf 7 Klassen aufgeteilt. Das Akademische Jahr begann mit einem Festakt, an dem auch VertreterInnen der zuständigen Bildungsbehörden, der Kommunalverwaltung, Chiefs und andere Persönlichkeiten teilnahmen.

Und dann kam die Katastrophe …
Sie ereignete sich zwischen 14. und 16. März. Der Zyklon Idai war gekennzeichnet durch starken Wind, Regenmassen und infolge dessen Überschwemmungen in alarmierendem Ausmaß. Das ADPP-Schulzentrum wurde zu einem großen Teil verwüstet, Gebäude – Klassen wie Schlafräume – schwer beschädigt. Katastrophal die Situation auch in den umliegenden Gemeinden: Häuser dem Boden gleich gemacht, ebenso die Grundschulen, an denen die StudentInnen praktizieren. Glück im Unglück: keine Todesopfer im ADPP- Schulzentrum. Bereits am 14. März sandte das Gesundheitsministerium TechnikerInnen und PsychologInnen nach Nhamatanda, die Hand anlegten und die StudentInnen psychologisch betreuten. Nach und nach kam auch materielle Unterstützung: Kleidung von ADPP, Hygiene-Kits, Schuhe etc. vom Nationalen Institut für Katastrophenmanagement. Einen Präzedenzfall für die Situation gab es nicht. Kapitulation stand in diesen März-Tagen niemals zur Diskussion, also galt es, kreativ und einfallsreich zu sein. Das Schulzentrum wurde evakuiert: 107 StudentInnen wurden von der ADPP-Lehrerbildungsanstalt in Chimoio aufgenommen, 27 in Gaza, 27 in Inhambane und 27 in Macuse. In Chimoio wurden die StudentInnen in 28 Schlafräumen untergebracht. Ganz “wie zu Hause in Nhamatanda” lernten sie, beteiligten sich am Schulleben und an den Freizeitaktivitäten. Um die Studienunterbrechung auszugleichen, wurde ein gestrafftes Lehrprogramm ausgearbeitet. Seminare, Praktika, Gemeinschaftsaktionen fanden jedoch weitestgehend in gewohnter Form statt. Um die Jahreswende konnten 186 StudentInnen – davon 90 Frauen – ihr Studium
abschließen (Die Studiendauer in Nhamatanda beträgt ein Jahr). Das ist eine Erfolgsquote von 98 % – ein stolzes Ergebnis für ein schweres Jahr!

Aus dem Jahresbericht 2019 des Projekts an HUMANA Österreich