Schön, dass du da bist.

Du willst noch mehr über uns erfahren? Dann folge uns doch einfach auf Social Media, dort bekommst du weitere Einblicke in unsere Arbeit und alle wichtige News zu Aktionen und Events.

/ Projekte / Dorfentwicklung / “Harit sankalp” heißt “Grüne Entschlossenheit”

“Harit sankalp” heißt “Grüne Entschlossenheit”

Bodendegradation und Wasserknappheit, mangelndes Wissen und rückständige Praktiken in Bezug auf nachhaltige Landwirtschaft, wenig Interesse für Umweltfragen bestimmen das Leben der kleinen Bauern und
Bäuerinnen in Indien.

Mit „harit sankalp“ (Hindi: grüne Entschlossenheit) rief HUMANA Indien deshalb bereits vor mehreren Jahren ein Dorfentwicklungsprogramm mit Schwerpunkt Umweltschutz und ökologischer Landbau ins Leben. „Green Action“-Programme werden zur Zeit in den Bezirken Dausa und Neemrana (Bundesstaat Rajasthan) realisiert, während sich ein Programm namens „Verbesserte Ernährung durch Obstgärten“ (ein Programm im Rahmen von “Green Action)  auf die Staaten Bihar und Jharkhand erstreckt. „Green Action“-Projekte konzentrierten sich auch 2019 auf die Einführung nachhaltiger Landwirtschaftspraktiken, Wasseraufbereitung, Nutzung sauberer erneuerbarer Energie, Förderung des ökologischen Landbaus, das Anlegen von Gemüsegärten und Baumpflanzung. Alle Aktivitäten sind auf Ausbildung in nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken, Erhaltung der Biodiversität und des natürlichen Lebensraums ausgerichtet und sollen letztendlich Schritte auf dem Weg aus der Armut sein.
Ohne sie geht nix! Träger der „Green Action“-Projekte sind die Frauen, Männer und Kinder in den Gemeinden. Sie und ihre Bedürfnisse sind treibende Kraft der Aktivitäten. Sie sind in Bauern-Gruppen bzw. Frauen-
Selbsthilfe-Gruppen /SHGs/ organisiert und werden von HPPI geschult und angeleitet.

Ökologischer Landbau und Biogas

In Neemrana und Dausa forciert „Green Action“ Schulung und Training der Kleinbauern / -bäuerinnen in Methoden nachhaltiger Landwirtschaft, Einführung „sauberer Energie“ und Anlage von Modell-Feldern zur Austestung der neu erlernten Anbaumethoden. Das Neemrana-Projekt konzentrierte sich auf Baumpflanzung und Schaffung von Umweltbewusstsein.

Um es vorwegzunehmen: Die Jahresziele wurden alle erfüllt. In Dausa wurden 144 Biogasanlagen (72 über Budget) errichtet, 60 Modell-Felder mit Dünger aus dem Gärrest bearbeitet. In Neemrana wurden 56.600 Bäume gepflanzt, d. s. immerhin 600 mehr als geplant. Abgesehen vom Nutzwert der Bäume – Brennholz, Baumaterial, Wetterschutz – wurde hier ein „grüner Raum“ geschaffen, der eine förderliche Umgebung für Umwelt-Bewusstseinsbildung bietet. Die KollegInnen im Projekt führen das gute Ergebnis auf die Qualität der Schulungen sowie auf die überwältigende Beteiligung der Menschen in den Dörfern zurück.

Frisches Obst ist gesund!

Unterernährung stellt in den Staaten Bihar und Jharkhand ein großes Problem dar (Lt. National Family and Health Survey (Nationale Studie über Familie und Gesundheit), 2016: Rund 50% der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt, viele von ihnen auch zu klein für ihr Alter. Ursache ist der Mangel – vor allem der Mangel an gesunden! – Nahrungsmitteln). Im Frühjahr 2019 gab HPPI deshalb den Startschuss zum Projekt „Verbesserte Ernährung durch Obstgärten“. 2.200 Obstgärten wurden auf dem Areal von 5 NeTT-Lehrerbildungsanstalten (NeTT = Necessary Teacher Training = HPPI-Ausbildungsprogramm für GrundschullehrerInnen) sowie 84 Schulen errichtet. Die Schulung der Beteiligten in Wasserschutz, Baumpflanzung und -pflege gehört zum Programm.

Eine bessere Lebensqualität für Frauen!

Stärkung der Rolle der Frauen ist auch Ziel der „Green Action“-Projekte, im Mittelpunkt Verbesserung der Lebensqualität und des gesundheitlichen Wohlbefindens. Ein „Sonder-Team“ von 7 ProjektmitarbeiterInnen organisierte in 60 Dörfern des Bezirks Dausa praxisbezogene Informationsveranstaltungen zu Themen von allgemeinem Interesse: Gesundheit, Gemüseanbau, Schaffung von Einkommen, Kleintierzucht …

2019 – ein „grünes“ Jahr
Projektteam und Beteiligte haben ein arbeitsreiches “grünes“ Jahr hinter sich. Intensiv war auch die Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden, anderen Nicht-Regierungsorganisationen und Interessengruppen. Die LandwirtInnen wissen jetzt Bescheid über verschiedene öffentliche Service- Dienste wie z. B. Subventionen für Biogas-Einleitung, Saatgut, Biodünger und Versicherung des Viehbestandes.