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Direkt auf die Menschen zugehen…

Namibia hat in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge bei der Senkung der Malaria-bedingten Sterberate erzielt. Bis vor einigen Jahren war das Testen und die Behandlung der Krankheit ausschließlich Aufgabe staatlicher Einrichtungen. Heute kämpfen Regierung und karitative Organisationen mitvereinten Kräften – und neuen, innovativen Mitteln – gegen die „Volkskrankheit Nr. 1“ der Region. Aufgrund seiner Erfahrungen in der Bekämpfung von HIV / AIDS arbeitet unser Partner DAPP an der Umsetzung zweier Großprojekte:

Das SADC-Projekt „E 8“ (Elimination 8” / E 8 heißt das Projekt der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika /SADC zur Bekämpfung der Malaria in 8 Ländern) erreicht die Menschen im Grenzgebiet zu Angola – Regionen Kavango West und Kavango Ost – über einen fix eingerichteten und 4 mobile Gesundheitsposten mit Tests, Diagnose, Behandlung, Kontrolle, Informationen. Malaria-Untersuchungen an den Grenzübergängen sollen eine Verschleppung der Krankheit durch Pendler und Reisende verhindern.

Das Malaria-Projekt des Global Fund (Der Global Fund /Globale Fonds/ mit Sitz in Genf ist ein Finanzierungsinstrument zur Bekämpfung der drei großen Infektionskrankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria) arbeitet mit seinen 50 GemeindefürsorgerInnen in den Regionen Kavango West und Zambezi.

„E 8“: Rückgang der Prävalenzrate um 3 %

Die Republik Namibia ist einer der 8 Staaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika /SADC/, die sich das Ziel setzten, Malaria endgültig aus ihren Ländern zu verbannen. Zur Durchführung der „Elimination 8“-Kampagne /E 8/ setzte das Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste Namibias ein Konsortium unter maßgeblicher Beteiligung von DAPP Namibia ein. Der neue Ansatz der E 8-Kampagne besteht darin, Dienstleistungen der Malaria-Prävention zu den Menschen hinzubringen. Die mobilen Teams führen in den Gemeinden Tests durch und weisen Malaria- Kranke an die Gesundheitseinrichtungen weiter. 2019 wurden mehr Tests durchgeführt, als geplant, aber weniger Krankheitsfälle diagnostiziert. Offensichtlich gab es weniger Moskitos – Krankheitsüberträger – aufgrund geringeren Regens, aber auch das
Desinfizieren der Häuser durch staatliche Einsatz-Trupps hat zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen. Die Aktivitäten des Projekts haben sich jedenfalls positiv ausgewirkt: Die Prävalenzrate ist im 1. Halbjahr 2019 ist um 3 % gesunken. Das Ministerium quittierte diesen Erfolg mit der Bereitstellung weiterer Test-Kits, von Hilfspersonal, Medikamenten.

Global Fund: GemeindefürsorgerInnen im Einsatz

Das zweite Projekt – Global Fund in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium – wurde im April / Mai 2019 gestartet und setzte DAPP Namibia als Implementierungspartner ein. 50 GemeindefürsorgerInnen
wurden in Malariadiagnostik eingeschult und den Gesundheitseinrichtungen der Regionen Kavango West und Zambezi ab August / September zur Seite gestellt. „Hinaus gehen zu den Leuten“ hat sich auch hier positiv auf das Arbeitsergebnis ausgewirkt: Gesundheitseinrichtungen gibt es wenige und oft in größerer Entfernung. Malaria-Fälle können jetzt rasch aufgedeckt, Massen-Tests leicht durchgeführt werden. Dies verringerte – das konnte man bald feststellen – die Verbreitung der Krankheit in den Gemeinden. Vielversprechend waren die Malaria-Projekte bisher. 2022 (Für die Staatengruppe der sog. Frontline-Staaten (Mosambik, Simbabwe, Namibia, Angola) sieht der SADC-Plan eine Deadline 2022 (ursprünglich 2020) vor, für die anderen 4 Beteilgten 2030) soll Malaria in Namibia Geschichte sein. Wir drücken die Daumen und – unterstützen weiter!

Aus dem Jahresbericht 2019 des Projekts an HUMANA Österreich