Bessere W.A.S.H.-Bedingungen auf dem Lande
Gesundheitsprojekt I W.A.S.H. Projekt mit dem Ponesai Vanhu Technical College
Kein sauberes Wasser & Sanitäranlagen
In den ländlichen Regionen von Simbabwe, insbesondere in der Provinz Mashonaland Central, sind etwa 70% der Wasserinfrastruktur defekt oder veraltet (1), was zu einem hohen Risiko für Durchfallerkrankungen und Choleraepidemien führt. Nur 67% der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, nur 31% verfügen über sanitäre Einrichtungen. Der Mangel an Wissen über Hygienepraktiken und die geringe Verfügbarkeit von Sanitäranlagen verstärken diese Gesundheitsrisiken erheblich.
Das Projekt Bessere W.A.S.H.(2)-Bedingungen auf dem Lande wurde mit Unterstützung der Stadt Wien und in Partnerschaft mit DAPP Zimbabwe umgesetzt. Ziel war es, die Lebensbedingungen durch Optimierung der Wasserversorgung und Sanitäranlagen zu verbessern und gleichzeitig das Bewusstsein für Hygiene zu schärfen. Die Intervention beruht auf dem von UNICEF und der deutschen GIZ entwickelten Programm W.A.S.H. und fand in den Bezirken Bindura und Shamva statt. Es konzentrierte sich auf die berufsbildenden Schulen Ponesai Vanhu Technical College (PVTC, eine DAPP-Institution) und Chaminuka Vocational Training College (CVTC, öffentlich betrieben) sowie die umliegenden Gemeinden.
Drei zentrale Maßnahmen des Projekts
01 | Instandsetzung und Bau von Infrastrukturen
Jeweils zehn Squat Holes (3) und zwei Toiletten für Mitarbeiter*innen wurden an den Schulen gebaut. Zudem wurde ein Bohrloch am CVTC installiert und neun weitere Bohrlöcher instandgesetzt.
02 | Bewusstseinsbildung
1.204 HIV-positive Personen, darunter 58 Kinder, wurden diagnostiziert und in lebensrettende The-rapien eingebunden.
03 | Nachhaltigkeit
Die Schaffung von Wasserstellenkomitees und die Ausbildung lokaler Handwerker*innen und Pumpentechniker*innen förderten die Eigenverantwortung und langfristige Wartung der Einrichtungen.
W.A.S.H. hat den Zugang zu sicherem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen erheblich verbessert, das Bewusstsein für Hygiene und Gesundheit gestärkt und die Lebensqualität in den betroffenen Regionen nachhaltig gesteigert. Der ganzheitliche Ansatz förderte die Geschlechtergleichstellung und reduzierte Gesundheitsrisiken, während er langfristige Veränderungen im Verhalten und Wissen der Bevölkerung bewirkte. Wir danken der Stadt Wien für die wertvolle Unterstützung.
(1) Quelle: UNICEF-Schnellevaluierungen, Bindura & Shamva, 2020
(2) Akürzung: Water – Sanitation – Hygiene
(3) Trockentoillete – sogenanntes „Plumpsklo“
Projektname: W.A.S.H. Projekt mit dem Ponesai Vanhu Technical College
Finanzielle Unterstützung von HUMANA Österreich 2023: 19.521,89EUR
Partnerorganisation:DAPP Zimbabwe I dapp-zimbabwe.org
Projektleitung: Terence Makumbe terencemakumbe@dapp-zimbabwe.org
Projekt aus dem aktuellen Fortschrittsbericht 2023 von HUMANA Österreich


