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E-Waste

Electronic Waste

E-Waste, Electronic Waste oder auch elektronischer Schrott ist Abfall, der von elektronischen Geräten wie Computern, Telefonen, Druckern oder sogar Kinderspielzeugen kommen kann. Dieser Abfall besteht oft aus elektronischen Komponenten, Kabeln, und anderen Teilen, die mit elektronischen Geräten zu tun haben. Da jährlich neue Produkte rauskommen haben elektronische Geräte immer kürzere Lebenszyklen – es geht bei vielen Marken nur darum, so viel wie möglich zu verkaufen, statt daran zu arbeiten, dass deren Produkte so lang wie möglich halten. Noch dazu kommt, dass die Geräte aus umweltschädlichen Substanzen hergestellt werden und dass E-Waste auch nicht leicht zu recyceln ist, da der Prozess lang und aufwendig ist.

Ein weiterer Grund, warum dieser Abfall schädlich ist, ist wegen toxischen Substanzen und Metallen, wie Blei und Quecksilber, die nicht recycelbar sind und die Umwelt verseuchen. Auch die Dioxine in Elektrogeräten sind krebserregend, fruchtschädigend und akkumulieren in fetthaltigen Nahrungsmitteln, wie Fisch und Fleisch. Dennoch gibt es wertvolle Bestandteile, wie Gold, Silber oder Kupfer, die nicht erneuerbar sind. Es ist sehr arbeitsintensiv diese aus den kaputten Geräten wiederherzustellen. Die Schadstoffe machen E-Waste so gefährlich, weil sie oft nicht ernst genug genommen werden. Da die Geräte so oft weggeworfen werden, und deren Einfluss auf die Umwelt aber immens ist, bringt es jene mögliche Balance außer Facht.

Weltweit werden jährlich um die 53,6 Millionen Tonnen E-Waste produziert, dennoch werden nur 17,4% davon gesammelt und angemessen recycelt.1 Oftmals werden Geräte einfach illegal nach China, Indien oder Afrika exportiert und liegen dann jahrelang auf Deponien wo die Chemikalien in das Grundwasser gelangen. Die Geräte werden dort, auch von Kindern, durchsortiert und auseinandergenommen. Man verwendet Säurebäder, um die wertvollen Metalle wieder einzusammeln, ohne sich dabei vor den gefährlichen Chemikalien zu schützen. Das heißt, dass die Geräte nicht nur aus schädlichem Material bestehen, sondern dass zusätzlich schädliche Methoden angewendet werden müssen, um sie wiederzuverwerten. Die Leute, die in diesen informellen E-Waste Deponien arbeiten, wissen oft nicht, wie schädlich ihre Arbeit für ihre Gesundheit und den Planeten ist. Durch Säurebäder und Verbrennungsanlagen gelangen Schadstoffe in die Luft und ins Abwasser. Vor allem Kinder, werdende Mütter und deren Fötusse sind besonders gefährdet. Kinder sind am schutzlosesten, da sie wegen noch unterentwickelter Organe, die Schadstoffe nicht effizient ausscheiden können.

Was kannst du machen, um gegen E-Waste vorzugehen? Es ist auf alle Fälle wichtig, dass du so wenig wie möglich auf neuere Geräte umsteigst. Schau darauf, dass du deine Geräte mit Vorsicht behandelst, damit sie so lange wie möglich funktionsfähig bleiben. Es gibt auch nachhaltigere Möglichkeiten. Ideal wäre ein Gerät, dass modular ist. Das bedeutet, dass Einzelteile immer wieder austauschbar wären, um dadurch das Leben eines Gerätes zu verlängern. Die Teile sollten nachhaltig bezogen sein, damit ihre Auswirkungen auf die Umwelt nicht so schädlich wie die derzeitigen Geräte sind.

Obwohl es noch keine 100% nachhaltige und umweltfreundliche Elektronikmarke gibt, gibt es schon welche, die sich für eine nachhaltigere Zukunft und Innovationen einsetzen. Apple hat sich das Ziel gesetzt bis 2030 CO2-Neutral zu sein – inklusive ihrer Produkte.2 Sie verwenden schon vermehrt recycelte Materialen, um ihren E-Waste zu reduzieren. Es gibt dennoch Listen die verschiedene Marken miteinander vergleichen und dir zeigen können welche die umweltfreundlichsten Alternativen für dich sind.