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Tag der Umwelt: Kleinbäuer*innen stärken, Klima schützen

Am 5. Juni feiern wir den 53. Weltumwelttag – inmitten globaler Herausforderungen, einer sich zuspitzenden Klimakrise und wachsender Ernährungsunsicherheit. Täglich leiden mehr Menschen unter Hunger, angetrieben durch nicht nachhaltige Praktiken und unzureichende politische Unterstützung. Die Verbindung zwischen Umweltschutz und Landwirtschaft war selten so offensichtlich – und so dringlich.

Kleinbäuer*innen im Zentrum des Wandels

Die Weltbevölkerung wächst, Ressourcen werden knapper, das Klima instabiler. In dieser herausfordernden Lage stehen Kleinbäuer*innen im Globalen Süden an vorderster Front. Sie sind nicht nur Produzent*innen von Nahrungsmitteln, sondern auch Hüter*innen von landwirtschaftlichem Wissen, der Böden und der biologischen Vielfalt. Doch sie kämpfen oft mit schlechten Infrastrukturen, fehlendem Marktzugang, ungleichen Machtverhältnissen und den Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen.

„Es ist unerlässlich, in den Aufbau von Resilienz und in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren. Das kann nicht warten“, betont Alvaro Lario, Präsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Eine nachhaltige Zukunft erfordert Investitionen – in die Menschen, die unsere Lebensmittel produzieren.

Landwirtschaft im Einklang mit der Natur

Um die wachsende Ernährungskrise zu bewältigen, müssen landwirtschaftliche Systeme ökologischer, inklusiver und gerechter werden. Nachhaltige Anbaumethoden, Biodiversität, Ernährungssouveränität und der Schutz der natürlichen Ressourcen sind entscheidende Bausteine.

Dazu gehört auch der politische Wille: Staats- und Regierungschef*innen weltweit müssen ihre Versprechen zum Umweltschutz einhalten, die Rechte von Kleinbäuer*innen stärken, insbesondere die Landrechte von Frauen, und eine gerechtere Agrarpolitik verfolgen.

Ein Beispiel aus Mosambik: Lokales Handeln für globale Wirkung

Ein inspirierendes Beispiel für lokale Lösungen bietet das Projekt „Farmers’ Clubs in Mocuba“ in Mosambik, umgesetzt von ADPP Mosambik, einem Mitglied der Föderation Humana People to People. In einem Land, in dem rund 80 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben, geht es um mehr als Erträge – es geht um Existenzsicherung, Resilienz und Zukunft.

Insgesamt 1.000 Kleinbäuer*innen, davon mindestens die Hälfte Frauen und 5 % Menschen mit Behinderungen, arbeiten in 20 „Farmers’ Clubs“ zusammen. Sie erhalten Schulungen in klimaresilienter Landwirtschaft, Ernährung, Finanzbildung und Marktzugang. Solarbetriebene Bewässerungssysteme, WhatsApp-basierte Frühwarnsysteme und gezielte Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge stärken ihre Widerstandskraft gegen Klimaschocks.

Das Projekt bricht gezielt geschlechtsspezifische Barrieren auf, fördert die aktive Beteiligung junger Menschen und stärkt durch gemeinschaftsbasierte Strukturen langfristige Nachhaltigkeit. Im Jahr 2024 konnte es über 5.000 Menschen im Distrikt Mocuba erreichen.

Globale Ziele durch lokales Handeln

„Unser Ziel ist es, die Welt auf transformative Weise im Einklang mit der Natur zu ernähren“, erklärt ADPP Mosambik. „Durch direkte Zusammenarbeit mit Kleinbäuer*innen schaffen wir Wissen, das zu konkreten Maßnahmen für Ernährungssicherheit führt.“

Wir bei HUMANA People to People glauben an die Kraft des lokalen Handelns – an Gemeinschaften, die selbstbestimmt Lösungen entwickeln und umsetzen. Sie stehen an der Frontlinie der nachhaltigen Entwicklung – und verdienen unsere volle Unterstützung.

Was zählt

Am Tag der Umwelt erinnern wir uns: Klimaschutz und Ernährungssicherheit sind untrennbar miteinander verbunden. Der Wandel beginnt bei den Menschen – und mit einem gerechten, nachhaltigen Agrarsystem. Die Zukunft liegt in den Händen der Kleinbäuer*innen. Es ist Zeit, ihnen den Rücken zu stärken.