Eine Zahl geht seit Jahren um die Welt: 40 Prozent der Kleidung, die nach Ghana importiert wird, lande angeblich sofort als Müll auf den Stränden von Accra. Das Bild ist eindrücklich, die Zahl wird in Medien, Reportagen und Kampagnen immer wieder zitiert. Nur, woher stammt sie eigentlich, und stimmt sie?
Eine genauere Untersuchung vor Ort zeichnet ein anderes Bild. Befragungen von Händler*innen am größten Second-Hand-Markt Westafrikas ergaben, dass der tatsächliche Ausschuss bei unter fünf Prozent liegt, teils sogar deutlich darunter. Die vielzitierte 40-Prozent-Zahl lässt sich in dieser Form kaum belegen und wird von jenen, die täglich mit den importierten Waren arbeiten, klar zurückgewiesen.
Das zeigt, wie leicht sich eine plakative Zahl verselbstständigt, sobald sie oft genug wiederholt wird, unabhängig davon, ob sie der Realität standhält. Genau deshalb setzt sich HUMANA für nachvollziehbare Prozesse ein, von der Sammlung über die Sortierung bis zum Wiederverkauf. Qualität entscheidet, nicht Herkunft. Die Verantwortung endet nicht an der Landesgrenze.